Nahrungsbestandteile
Unsere Nahrung besteht aus 4 Hauptbestandteilen auf welche wir in diesem Kapitel genauer eingehen werden.
Proteine
Proteine oder auch noch Eiweiße genannt sind aus Aminosäuren zusammengesetzt, bei der Verdauung werden die Proteine in die einzelen
Aminosäuren aufgespaltet und im Körper zum Aufbau von Zellsubstanz unter anderem auch Muskelgewebe herangezogen. Aminosäuren bilden
auch eine wichtige Rolle in der Generierung von Hormonen. Man unterscheidet 2 Arten von Aminosäuren, die essentiellen und die
nicht-essentiellen Aminosäuren.
Die essentiellen Aminosäuren sind jene welche unser Körper nicht selbst herstellen kann, diese müssen also mit der Nahrung aufgenommen werden.
Die nicht-essentiellen Aminosäuren sind jene welche unser Körper selbst herstellen kann.
Liste der Aminosäuren:
| Essentiell |
Nicht-essentiell |
| Isoleucin (BCAA) * |
Alanin |
| Leucin (BCAA) * |
Arginin |
| Lysin |
Asparagin |
| Methionin |
Asparaginsäure |
| Phenyalanin |
Cystein |
| Threonin |
Glutamin** |
| Tryptophan |
Glutaminsäure |
| Valin (BCAA) * |
Glycin |
|
Histidin |
|
Prolin |
|
Serin |
|
Tyrosin |
**BCAA's (Brainched Chain Amino-Acids) sind für den Muskelaufbau sehr wichtig, die Muskulatur besteht zu 35% aus
diesen 3 Aminosäuren.
** Glutamin ist die am häufigsten vorkommende Aminosäure in unserem Körper. Sie unterstützt unter anderem die Zellregeneration
sowie das Immunsystem. Starkes Krafttraining führt zu einem absinken des
Glutaminspiegels im Blut, daher ist der Verzehr zusätzlichen Glutamin bei starker körperlicher Belastung ratsam.
Proteine findet man vor allem in tierischen Nahrungmittel, sprich alle Arten von Fleisch. Die
Wertigkeit des Proteins gibt an wieviel Prozent des Proteins vom Körper umgesetzt werden können. Bei tierischen Eiweißen sind das in der Regel 80-100% und bei pflanzlichen 60-70%. Die Energiedichte beträgt 4,1Kcal/Gramm.
Kohlenhydrate
Kohlenhydrate sind den meisten Menschen bekannt unter dem Begriff Zucker. Sie sind neben den Fetten der hauptenergielieferant im menschlichen
Körper. Die Energiedichte beträgt 4,1Kcal/Gramm. Kohlenhydrate findet man vor allem in Getreiprodukten wie Brot, Nudeln, Haferflocken, Reis dazu noch in Kartoffeln und
Obst. Kohlyhydrate werden in verschieden Kategorien eingeteilt:
- die Monosaccharide (Einfachzucker) wie Dextrose und Fructose
- die Disaccharide (Zweifachzucker) wie Maltose und Laktose
- die Oligosaccharide (Mehrfachzucker) wie künstliche Zuckergemische(Maltodextrin)
- die Polysaccharide (Vielfachzucker) wie pflanzliche Stärke
Da Zucker einen direkten Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat sollte man versuchen hauptsächlich Mehrfachzucker zu sich zu
nehmen, diese werden vom Körper langsam verdaut und führen zu einem niedrigerem Blutzuckerspiegel und so einem geringen
Insulinausstoss. Insulin ist das Hormon das von Bauchspeicheldrüse ausgeschèttet wird um den Blutzuckerspiegel konstant zu
halten.
Viele heutige Nahrungmittel erhalten viel Einfachzucker, deswegen auch die ständig wachsenden Diabethesfälle. Durch eine gesunde
Ernährung und die Aufnahme von hauptsächlich natürlichen hochkomplexen Kohlenhydraten kann man Diabetes vorbeugen.
Fette
Fette oder auch noch Lipide genannt sind lebenswichtige Stoffe. Fette dienen dem Körper als Energiequelle, seine Energiedichte ist mit 9,3Kcal/Gramm doppelt so hoch wie bei Kohlenhydraten oder Proteinen. Fette werden auch benötigt um Zellgewebe zu generieren und um die fettlöslichen Vitamine, welche im unteren Teil noch weiter erläutert werden, vom Darm in den Blutkreislauf auf zu nehmen.
Die Fette werden in verschiedene Kategorien eingeteilt:
einfach ungesättigte Fettsäuren (Olivenöl, Nüsse, Rapsöl)
mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Nüsse, Distelöl, Sonnenblumenöl)
gesätigte Fettsäuren (Butter, Sahne, Kokosfett, Hartkäse, Schmalz )
essentielle Fettsäuren (Linolsäure)
Die essentiellen Fettsäuren sind jene die der Körper nicht selbst generieren kann, sie gehören zur Gruppe der einfach- oder
mehrfach gesättigten Fettsäuren werden auch noch als
Omega3,
Omega6 und
Omega9
Fettsäuren bezeichnet. Sie haben eine ganze Reihe sehr positiver Eigenschaften:
beugt hormoneller Ungleichheit vor
verbessert die Fettverbrennung
senkt den Cholesterinspiegel
bessere Verdauung
soll Krebsvorbeugend wirken
Schlussfolgernd kann man sagen dass man hauptsächlich ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen soll. Über die negativen
Eigeschaften der gesättigten Fettsäuren gehen wir hier nicht weiter ein.
Vitamine und Mineralien
Mineralstoffe und Vitamine sind essentielle Stofe die im Körper eine grosse Anzahl an Funktionen übernehmen. Die Vitamin und
Mineralstoffaufnahme hängt eng mit der Flüssigkeitsaufnahme zusammen, man sollte mindestens 2,5 Liter reines Wasser am Tag
trinken.
Die Mineralien werden in 2 Kategorien eingeteilt, die Mengenelemente und die Spurenelemente:
| Mengenelemente |
Spurenelemente |
| Natrium |
Eisen |
| Magnesium |
Zink |
| Calcium |
Jod |
| Phosphor |
Fluor |
|
Chrom |
|
Selen |
Vitamine werden auch in 2 Kategorien eingeteilt, zum einen die wasserlöslichen Vitamine zum anderen die fettlöslichen Vitamine,
die vom Körper nur mit Hilfe von fettsäuren aufgenommen werden können.
| wasserlöslich |
fettlöslich |
| B1, B2, B6, B12 |
A |
| Niacin |
D |
| Panthothensäure |
K |
| Biotin |
E |
| Folsäure |
|
| C |
|
Durch eine starke körperliche Belastung wie beim Sport, werden beim Schwitzen viele Mineralien ausgeschieden, als Sportler sollte
man achten immer genug Mineral und Vitaminhaltige Nahrung zu sich zu nehmen oder diese durch Mineral-Vitaminpräparate aus zu
gleichen.